Schönsprech – Wie uns Politiker und Lobby das Blaue vom Himmel erzählen.

In der Politik werden reale Verhältnisse zunehmend vernebelt, es wird beschwichtigt oder schlicht gelogen. Reinhard Schlüter bietet einen Wegweiser durch das Dickicht dieser Sprachverformung.

Negative Begriffe sind böse, erkannte schon George Orwell, und deshalb liess das totalitäre Regime in seinem Zukunftsroman «1984» nur Wörter zu, die positiv klingen. Diese Utopie ist inzwischen längst Wirklichkeit, wie Reinhard Schlüter in «Schönsprech» zeigt. Den Buchtitel hat der 67-jährige Autor daher nicht von ungefähr dem Orwellschen «Newspeak» entlehnt. Denn die heutigen Wortschöpfungen wie Minuswachstum, Jobwunder oder Sparpolitik dienten genau wie dort der Beschönigung der traurigen Wirklichkeit.

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