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Schweizerdeutsch?

Für die Deutschschweizer ist „Schriftdeutsch“ ohnehin eine Fremdsprache, die mühsam in der Schule erlernt werden muss. Für die Deutschschweizer ist „Schriftdeutsch“ ohnehin eine Fremdsprache, die mühsam in der Schule erlernt werden muss. Eine Fremdsprache zudem, die wir nicht einmal gern gegenüber unseren compatriotes aus der Romandie anwenden, weil sie so unnatürlich ist, wenn wir sie in den Mund nehmen. Ist es da nicht verständlich, dass die neue Weltsprache immer mehr Einzug hält in unserem täglichen Sprachgebrauch? Werden wir doch am PC, im Internet, in der Schlagermusik, im Kino und im Fernsehen immer wieder mit Englisch konfrontiert. Unsere Umgangssprache ist noch erstaunlich frei von englischen Brocken, aber dort, wo wir mühsam ins Schriftdeutsche übersetzen müssen, finden Anglizismen immer mehr Eingang, vielleicht auch deshalb, weil „downloaden“ intellektueller tönt als „herunterladen“.

Aus „yousay.ch/archiv“ 2002

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