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TV Gala mit Swiss Awards und Millionenlos

Ein Lob dem Gremium, das den Swiss Award ins Leben gerufen hat. Es hat begriffen, dass man nicht einfach so banal einen Schweizerischen Preis verleihen kann. Swiss Award – welch wohlklingende Bezeichnung! Schön, dass nicht einfach eine Gruppe, sondern eine Academy, bestehend aus 100 Schweizer Persönlichkeiten, nicht etwa die Gewinner, sondern die Winner bestimmt hat.

Bei einer so durch und durch schweizerischen Auszeichnung wie sie dieser Swiss Award ist, wäre es doch angebracht gewesen, dass die Moderatorin in englischer Sprache durch den Abend geführt hätte. Ebenso hätte ich erwartet, dass auch alle Journals und Newspapers sich dem Zeitgeist anpassen und die entsprechenden Artikel in unserer Landessprache Englisch schreiben würden…

Es sind ja laut Statistik nur noch lumpige 60 % unserer Bevölkerung, die nicht des Englischen mächtig sind. Diese Hinterbänkler sollen doch endlich unsere alte, überhaupt nicht interessante Kultur vergessen. Sie ist nun mal out. Dem Zeitgeist entsprechend sollten sie sich endlich unserem Global-US-konformen English öffnen. Gottlob sind die Initianten des Swiss-Award so fortschrittlich, dass sie wenigstens den Award nicht noch Preis nennen. Das würde ja schrecklich altmodisch klingen!

Wenn doch nur alle diese hinterwäldlerischen Anwender der deutschen Sprache endlich einsehen würden, dass wir unsere Kultur vergessen können. Zeigen wir doch der Welt, dass wir zur neuen, globalen gehören.

Jetzt merkt hoffentlich auch der letzte Deutschschweizer, was ich meine, wenn ich als gestandene Bernerin auf Züritüütsch sage: „Mich schälts!“

Eigenbericht SKD, Susanna Kaiser, Vorstandsmitglied

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