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Kids für Kits and so

«Kits für Kids» nennt das Schul- und Sportdepartement der Stadt
Zürich sein Projekt zur Einführung des Computers in Schulen. Gewiss, das
reimt sich passabel und klingt griffiger als «Ausrüstung für Kinder». Mit
«Bits and Bytes for Girls» oder «bits 4 kids» liefert der kantonale
Lehrmittelverlag passende Publikationen nach.
Wie Bildungsverantwortliche
ihre pädagogischen Neuerungen zu frühenglischen Häppchen verarbeiten,
wirkt mit der Zeit ermüdend.

Bei einer Medienorientierung zu «Kits für Kids»
ist das Repertoire um weitere Blüten bereichert worden. Da war etwa
konsequent vom «Rollout» des Projekts die Rede.
Vielleicht könnte man das Projekt
auch einfach «K.f.K.» nennen? Das klänge dann etwa wie «Kafka»
und passte so bestens zu den Irrgängen, in die uns die neudeutsche Verwaltungssprache schickt. (urs.)

NZZ, 9.Mai 2003 (gekürzt SKD)

Und dazu ein Leserbrief aus den USA
(…)
Nachdem die Schulung des Denkens und des Gedächtnisses sowie die BEHERRSCHUNG DER MUTTERSPRACHE, die das differenzierte Denken überhaupt erst ermöglicht, als Lernziele nicht mehr gefragt sind und man sich das Heil vom mechanischen Drücken der Knöpfe (Verzeihung: buttons!) eines PC erwartet, der einem das Denken und Memorieren angeblich abnimmt, ist diese sinnlose Formel [Kids für Kits ]für ein sinnloses Unterfangen auch durchaus angebracht.

I. F., New York (gekürzt SKD)

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