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Denglisch im Fernsehen

Neudeutsch?

Wir kennen sie alle, die Serienbezeichnungen aus dem TV-Programm. Sie werden, nach dem Glauben vieler, in Neudeutsch getitelt. Der Ausdruck hier ist aber unangebracht für Übernahmen z.B. aus dem Anglo-Amerikanischen. Den dabei entstehenden Sprachmischmasch nennt man Denglisch. Verwenden wir an seiner Stelle „Neudeutsch“, könnte durchaus in unserer aufs Nachpapageien eingestellten Gesellschaft bald einmal der Eindruck entstehen, unsere Sprache sei nur noch als Sprachgulasch modern.
Deutsch ist mehr: es ist Landessprache, Nachbarsprache, Verkehrssprache, Kultur- und Wissenschaftsprache. Um diese Sprache geht’s dem Sprachkreis Deutsch, Serientitel so oder anders. (skd)

Sitcom

Kurz für Situation Comedy, also: Situationskomik. Ihr Ursprung liegt in
den amerikanischen Radio-Comedy-Shows der 30er Jahre. Schnelle Abfolge
von Gags, Pointen und komischen Momenten sind ihr Hauptkennzeichen.
Aufzeichnung im Studio vor Publikum.

Soap Opera

Auffälligstes Merkmal: kein eindeutiger Anfang und kein Ende
(Endlos-Serie). Alle Geschichten enden niemals in der Folge, in der sie
beginnen. Das motiviert die Zuschauer, die nächste Folge wieder
einzuschalten. Erste Seifenoper war die Serie „Gute Zeiten, schlechte
Zeiten“.

Telenovela

Übersetzt aus dem Spanischen: Fernsehroman. Die modernen Märchen sind
vor allem in Süd- und Mittelamerika der Renner. Sie haben Anfang und
Happy-End. Dauer: höchstens ein Jahr. November 2004 startete die erste
deutsche Telenovela „Bianca – Wege zum Glück“.

Aus der „Welt“ vom 29.Mai 2005

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