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«Unfriendly Takeover»

Danke, Herr G., für Ihren Leserbrief [Thinking and Writing4jou! im «Anzeiger» vom 11. September 2009]. Endlich jemand, der sich getraut, gegen die vorauseilende Amerikanisierung unserer Sprache aufzumucken. Dabei ist die Toleranzgrenze schon längst überschritten. Für die Global-Banker und die Business-Class, aber auch schon für gewisse Schulen, sind die Landessprachen längst ein wirtschaftshemmendes Relikt geworden, und werden immer mehr von

Swissinglish oder After-Deutsch verdrängt. Ganz üble Beispiele sind da «Chief Operating Officer», «Chief Executive Officer», «Chief Financial Officer» und «Head of Sales Force.

Schon längst sind unsere Kinder für Journalisten nur noch Kids. Kids sind ja eigentlich die Jungen von Ziegenböcken oder Schafsköpfen im grossen Disneyland, wo der Dad der Mum Baby sagt, aber auch Chick oder Bitch.

Wer das «unfriendly takeover» unserer Muttersprache nicht akzeptieren will, sollte sich beim «Verein Sprachkreis Deutsch», 3000 Bern, melden, welcher auch das Buch «Anglizismen-Index» vertreibt, mit dessen Hilfe sich dann auch «Swiss-Newspapers» wieder viel besser lesen lassen.

H.U. Steger in M.

[leichte Anpassungen skd]


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