Verlernen wir das Lesen?

Studenten verstehen abstrakte Texte nicht mehr, ein Schulbuchverlag kürzt Klassiker, Banker besuchen Lesekurse: viele Menschen haben keine Lust mehr zu lesen. Ist das so schlimm?

Der Professor Stephan Jansen hat das Gefühl, seine Wirtschaftsstudenten erst wieder das Lesen lehren zu müssen.

Die Arbeiterin Brigitte van der Velde verlor ihre Stelle, weil sie nie richtig lesen lernte.

Susann Gaschke
 Das Vorlesen bleibt die erste Elternpflicht.

Bücher werden auch in Akademikerhaushalten unwichtiger — das hat Folgen für die Kinder: Denn nur wer liest, lernt sich einzufühlen.
Die Schulbuchredakteurin Gabriele Buela hat Klassiker wie Kleists „Zerbrochenen Krug“ für leseschwache Schüler gekürzt und vereinfacht.

Aus „Die Zeit“, Nr. 47, 12. November 2009, Roman Pletter (Kürzungen, Auszüge skd)

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2 Antworten

  1. red sagt:

    Kommentator Sam sei empfohlen, sich in einer „modernen Familie“ umzutun. Zu erleben wird alles Positive wie Negative sein, das im ZEIT -Artikel erwähnt wurde.
    red

  2. Sam sagt:

    Ich dachte immer die erste Elternpflicht wäre etwas simples wie „füttern“ oder „beschützen“, Frau Gaschkes Sohn möcht‘ ich jedenfalls nicht sein ;)
    …und böse Zungen würden eventuell sogar behaupten, das Einfühlungsvermögen sei bei Analphabeten ausgeprägter als bei Akademikern ;)