Spracherwerb Englisch

Geschichtsunterricht bald auf Englisch Eine zukunftsweisende Entscheidung meldet die Realschule Selb: Im kommenden Schuljahr werden interessierte Knaben und Mädchen ihren Geschichtsunterricht etwas anders als bisher erleben. Er findet in englischer Sprache statt. Dieses Konzept, wissenschaftlich als CLIL (content language integrated learning) bezeichnet, verbindet die Lerninhalte des Faches Geschichte mit der Neugier auf die Fremdsprache. Dieses Prinzip funktioniert übrigens auch mit anderen Sachfächern wie Erdkunde oder Wirtschafts- und Rechtslehre, heißt es in einer Mitteilung der Schule.[…] Frankenpost vom 8.Juni 2010

http://www.frankenpost.de/nachrichten/fichtelgebirge/selb/art2457,1272694

Deutlicher als an diesem Beispiel kann die wahre Absicht der Sprachmanipulatoren kaum werden: Der Geschichtsunterricht ist nächst dem Religionsunterricht das am meisten identitätsstiftende Unterrichtsfach. Geschichte in einer Fremdsprache zu unterrichten, schafft die gewünschte Distanz zur eigenen Herkunft, also zur Nation. Wer glaubt denn, Briten, US-Amerikaner oder gar Franzosen  – wenn sie überhaupt eine Fremdsprache lernen wollten – könnten ihre history(= glory) oder histoire (= gloire) diesem Lernziel opfern? Von Ruhm mögen wir in diesem unserem Lande nicht mehr sprechen. Die Schande aber, dessen bin ich mir sicher, wird auf Deutsch unterrichtet. […] Dr. Alfred Becker (Englischlehrer a.D.)

Quelle: Rundbriefforum im Verein Deutsche Sprache e.V.,14. Juni 2010

Babys erkennen Grammatik-Fehler

Eine Studie des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften ergab, dass Säuglinge sehr früh und sehr schnell Grammatik-Regeln einer neuen Sprache lernen können. In einem Versuch spielten Forscher um die Neuropsychologin Angela Friederici vier Monate alten deutsche Säuglingen italienische Sätze vor. Messungen der Gehirnströme ergaben, dass die Babys innerhalb einer Viertelstunde Abhängigkeiten im Satzbau speicherten. Als die Säuglinge fehlerhafte italienische Sätze hörten, reagierte das Gehirn darauf. Inhaltliche Fehler erkannten sie nicht. Damit unterscheidet sich der frühkindliche Spracherwerb von dem der Erwachsenen. Diese achten nach Aussage der Forscher „eher auf semantische Relationen, also auf mögliche Bedeutungszusammenhänge im Satz”. http://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article12929844/Schon-Saeuglinge-koennen- Grammatik-unterscheiden.html

Quelle: VDS-Infobrief Nr. 42, 30.März 2010 (Zusammenstellung skd)

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